Bericht Spieltag - 15. Internationales Zugerland-Turnier
Auf den Spuren von Marta und MessiSpielfreudige junge Fussballer, ideale Wetterverhältnisse und eine hervorragende Organisation drückten dem 15. Zugerland-Turnier den Stempel auf.
Pius Schlumpf, OK-Präsident des 15. Internationalen Zugerland-Turnier s (ZLT), strahlte übers ganze Gesicht, als er am Pfingstsamstag um 11 Uhr in Baar den Sponsoren-Apéro eröffnete. "Wenn ich sehe, mit welcher Begeisterung die Jungs und Mädels dem Ball nachjagen, dann darf ich festhalten, dass sich der grosse Aufwand im Vorfeld des 15. Zugerland-Turnier s gelohnt hat. Ich danke allen Involvierten – meinen OK-Kollegen, den Verantwortlichen an den sieben Spielorten, den Schiedsrichtern und den Sponsoren." Pius Schlumpf dankte auch den politischen Behörden für die "sensationelle Infrastruktur" und dem Wettergott für die "idealen Wetterverhältnisse". Die auffrischende Biese und der herrliche Sonnenschein sorgten für angenehme Temperaturen für die jungen Fussballer und das zahlreich aufmarschierte Publikum. Auf allen Plätzen herrschte eine richtige Feststimmung.
Mund-zu-Mund Propaganda
Dass das Zugerland-Turnier im Verlauf der letzten 15 Jahre zum grössten eintägigen Juniorenturnier in Europa geworden ist, hat es nebst der beispielhaften Organisation auch der Mund-zu-Mund Propaganda zu verdanken. Andy Hawkins, der mit zwei Piccola-Teams (Mädchen) aus dem deutschen Erdingen in Steinhausen weilte: "Ursprünglich wollten wir an einem Pfingstturnier in Genf teilnehmen. Kollegen, die schon mehrere Male am ZLT teilgenommen haben, schwärmten von diesem Turnier. Nun sind wir hier, und wir sind hell begeistert. Wenn es irgendwie möglich ist, werden wir auch im nächsten Jahr wieder kommen."
Unterschiedliche Zielsetzungen
Die am Turnier teilnehmenden Teams und ihre Betreuer verfolgten nicht immer die gleichen Ziele. Während die Mädchen der brasilianischen Weltfussballerin Marta nacheiferten und die Jungs den Barcelona-Star Messi zu imitieren versuchten, bewiesen die Coaches psychologisches Geschick. Für sie standen Fairness und Disziplin im Vordergrund. André Dommann, der mit den Da-Junioren des SC Cham in Baar antrat, verriet: "Mir geht es in erster Linie darum, alle Kaderspieler einzusetzen, den Teamgeist zu stärken und eine gepflegte Spielkultur zu fördern. Ob wir ins Finale einziehen oder nicht, spielt eine untergeordnete Rolle. Wichtig ist, dass alle ihren Spass haben und sich fair verhalten."
"Viel Lärm bedeutet Begeisterung"
Gabriel Jenny, der in Zug das F-Turnier managte, sagte ganz spontan: "Die jubelnden Kinder und die jeden gelungen Spielzug applaudieren Zuschauer sorgen für eine tolle Stimmung. Es wird viel Lärm gemacht. Und viel Lärm bedeutet – zumindest an unserem Fussballturnier – uneingeschränkte Begeisterung." Das mag auch daran gelegen haben, dass die lokalen Veranstalter genügend Essen und Trinken zu vernünftigen Preisen anboten. An mehreren Turnierorten wurden jeweils über 200 Essen serviert.
Die B/C-Juniorinnen spielten in Rotkreuz, die Mädchen Piccola in Steinhausen. In Ägeri kickten die B-Junioren, in Cham die C-Junioren, in Baar die D-Junioren, in Hünenberg die E-Junioren und in Zug die F-Junioren. Und auf allen Plätzen herrschte Hochbetrieb. OK-Chef Pius Schlumpf durfte zufrieden zusammenfassen: "Das 15. Zugerland-Turnier hat unsere Erwartungen in jeder Hinsicht erfüllt."
Von Martin Mühlebach
Heiss begehrtes Zugerland-Turnier
Wer am Pfingstsamstag am 15. Internationalen Zugerland-Turnier dabei sein will, muss sich sputen.
Acht Zuger Fussballvereine und der FC Dietwil führen seit Jahren das grösste Eintages-Fussballturnier für Juniorinnen und Junioren durch. Über 120 Teams aus dem In- und Ausland – mit über 1800 Jugendlichen – nehmen regelmässig daran teil. Nebst dem Kampf um die Punkte wird auch die Kameradschaft gross geschrieben. Es werden Freundschaften geknüpft, die über Jahre hinweg gehegt und gepflegt werden. Das Turnier geniesst nicht zuletzt auch deshalb derart grosse Beliebtheit, dass das OK um Präsident Pius Schlumpf schon früh mit Anmeldungen eingedeckt wird. Wer am kommenden Pfingstsamstag an der 15. Austragung des Zugerland-Turniers dabei sein will, muss sich rechtzeitig anmelden. Dazu OK-Präsident Pius Schlumpf: "Es ist in der Tat so, dass schon sehr viele Anmeldungen eingegangen sind. Aber es hat noch freie Plätze."
Interessenten haben die Möglichkeit, sich unter der Internetadresse
http://www.zugerland-turnier.ch anzumelden und über die Formalitäten zu erkundigen.
Enormer Aufwand
Ein Fussballturnier dieser Grösse erfordert von den Organisatoren einen enormen Aufwand. Das ehrenamtlich arbeitende OK erledigt in mehreren Koordinationssitzungen alle notwendigen administrativen Aufgaben. Um die finanziellen Anforderungen erfüllen zu können, müssen Sponsoren gefunden werden. Ihre Beiträge werden für die Preisbühne, Verpflegungsvergünstigungen, Sicherheitsorganisationen, Schiedsrichter und Administration verwendet. Am Turniertag kümmern sich die lokalen Fussballklubs unter der Leitung des OK-Chefs um einen reibungslosen Ablauf.
Martin Mühlebach








